Gedenkskulptur für Roma und Sinti

7. 7. 2018 | Außenbereich

Wenn vom nationalsozialistischen Völkermord die Rede ist, denken die meisten zunächst an die 5,6 bis 6,3 Millionen europäischen Juden, die in den NS-Vernichtungslagern ums Leben kamen. Dabei gerät mitunter in Vergessenheit, dass auch Sinti und Roma gemäß den „Nürnberger Gesetzen“ als „Fremdrasse“ verunglimpft und für vogelfrei erklärt wurden. Man schätzt, dass rund 500.000 Sinti und Roma dem Holocaust zum Opfer gefallen sind.

In Hannover wurden die Sinti bereits 1938 ins Altwarmbüchener Moor umgesiedelt. Am 2. März 1943 deportierten die Nazis sie nach Auschwitz, wo sie ermordet wurden. Zur Erinnerung an diese Gräueltat wurde am 2. März 2018 in der Gedenkstätte Ahlem eine Bodenskulptur eingeweiht.

Die querrechteckige Betonskulptur, entworfen von dem Büro chora blau Landschaftsarchitektur, Hannover, gefertigt von OGGI-Beton, ist auf einem abschüssigen Rasenstück platziert. Sie besteht aus zwei Teilen: zum einen aus einer Inschrift, die das Verbrechen, dessen Ausmaß jede verbale ‚Bewältigung‘ übersteigt, betont sachlich protokolliert; zum anderen aus einem stilisierten geborstenen Wagenrad, das die grausame Zäsur des Völkermordes symbolisieren mag. Die Betontafel knickt an einer Seite analog zu einer Rasenkante ab. Hier ist das Wagenrad „gebrochen“. Der imaginäre Abdruck der Speichen findet sich als Vertiefung im Beton. Die Schrift wurde von OGGI-Beton in die Betonplatte geätzt und farblich hervorgehoben.

 

Gedenkstätte Ahlem
Heisterbergallee 10
30453 Hannover
Website

„Vor 75 Jahren wurden Hannovers Sinti deportiert“, Artikel in der „Hannoversche Allgemeine“, 5.3.2018

Text der Gedenkskulptur

Zum Gedenken an die Roma und Sinti, die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes wurden.
Zur Erinnerung an das Leid der Überlebenden.
Die Kriminalpolizei in Hannover verantwortete die Verschleppung Hunderter Sinti in das Vernichtungslager Auschwitz und in andere Konzentrations- und Zwangsarbeiterlage.
Errichtet von der Region Hannover in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Verband Deutscher Sinti e.V., dem Verein für Sinti und Roma in Niedersachsen e.V. sowie dem Forum für Sinti und Roma e.V.

OGGI-Beton: BetonlautsprecherOGGI-Beton: Gedenkskulptur für die Roma und Sinti, die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes wurden, Gedenkstätte Ahlem, Hannover
OGGI-Beton: Gedenkskulptur für die Roma und Sinti, die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes wurden, Gedenkstätte Ahlem, Hannover
OGGI-Beton: BetonlautsprecherOGGI-Beton: Gedenkskulptur für die Roma und Sinti, die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes wurden, Gedenkstätte Ahlem, Hannover
OGGI-Beton: Gedenkskulptur für die Roma und Sinti, die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes wurden, Gedenkstätte Ahlem, Hannover

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